Andres Veiel
Redner
Filmregisseur und Drehbuchautor
Portrait
Andres Veiel, geboren 1959, ist Filmregisseur und Drehbuchautor. Er studierte Psychologie in Berlin und absolvierte zur gleichen Zeit eine Regie- und Dramaturgieausbildung u. a. bei Kryzstof Kieslowski („Drei Farben“-Trilogie).
Veiels Interesse gilt existenziellen Konflikt- und Umbruchsituationen: Er stellt die Frage nach der zunehmenden Gewaltbereitschaft in der Gesellschaft, und gibt sich mit simplen Antworten wie der „Lust an Gewalt“ nicht zufrieden. Veiel recherchiert genau und arbeitet mit ungewöhnlichen und vielschichtigen Perspektiven, die die jüngste deutsche Geschichte in ein neues Licht zu stellen vermögen und eine fundierte Diskussion über die Ursachen von Gewalt ermöglichen.
Mit „Black Box BRD“ leistete er einen wichtigen Beitrag in der aktuellen RAF-Debatte. Für das Dokumentarstück „Der Kick. Ein Lehrstück über Gewalt“ (2005) machte sich Veiel gemeinsam mit Gesine Schmidt auf die Suche nach den Gründen für eine grausame Gewalttat unter Jugendlichen. Das Stück wurde verfilmt. 2007 erschien unter dem gleichen Titel ein Buch, das in seiner Recherche und Analyse weit über das erfolgreiche Theaterstück und den von der Presse gefeierten Film hinausgeht. Die erschreckenden wie erhellenden Ergebnisse der sorgfältigen Spurensuche ernteten hohe Anerkennung in den Feuilletons und wurden 2008 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis in der Kategorie „Sachbuch“ ausgezeichnet.
Dieses 'Lehrstück über Gewalt' könnte ein Klassiker werden: als Geschichtsbuch über die Gegenwart ebenso wie als Modellanalyse eines Gewaltverbrechens. Süddeutsche Zeitung über "Der Kick"
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