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Christopher Clark im Interview über Europa

29.05.2019

Der Historiker, Autor und Redner Christopher Clark („Die Schlafwandler“, „Von Zeit und Macht“) sprach im Interview über seine Sicht auf Europa, über aktuelle Herausforderungen und historische Perspektiven.

Der gebürtige Australier hat sich leidenschaftlich für einen Verbleib Großbritanniens in der EU eingesetzt und bedauert den Brexit: „Als ich Großbritannien zu meiner Wahlheimat machte, war die EU-Mitgliedschaft ein Teil davon.“ Das Problem sei, dass die in der Vergangenheit erreichten Verdienste der EU die Gemeinschaft nicht mehr beflügelten, es überwiege der Pessimismus. Stattdessen werde immer häufiger eine idealisierte Vergangenheit als Modell für die Zukunft glorifiziert.

Christopher Clark hat das für vergangene Geschichtsepochen in seinem Buch „Von Zeit und Macht“ beschrieben und zieht Parallelen zu heute. „Das ist sehr bedrohlich“. Als Gegenmodell sieht er die berühmt gewordene Rede Emmanuel Macrons an der Universität Sorbonne 2017: „Da gab es eine ganze Reihe konkreter Ideen, um der EU ihren Glauben an ihre Zukunft zurückzugeben.“ Damit die EU handlungsfähiger wird, glaubt er aber auch: „Es muss möglich sein, einen Schritt zurück zu gehen, anstatt immer großen Visionen nachzuhängen.“

Das komplette Interview in der Augsburger Allgemeinen finden Sie hier