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Katharina Zweig neue Rednerin in der Referentenagentur Bertelsmann

27.09.2019

Auf der einen Seite weckt der zunehmende Einsatz Künstlicher Intelligenz in allen Lebensbereichen große Erwartungen, auf der anderen Seite begegnet man ihm mit Skepsis. Jenseits von euphorischem Hype oder düsteren Zukunftsszenarien analysiert die Informatikerin Prof. Katharina Zweig Prozesse algorithmischer Entscheidungsfindung und beschäftigt sich mit Fragen wie: Treffen Algorithmen die objektiveren und effizienteren Entscheidungen? Können sie sich dabei „ethisch korrekt“ verhalten? Wo muss Regulierung stattfinden, damit Funktionsweise und Einsatzfelder von Künstlicher Intelligenz unseren gesellschaftlichen Normen folgen?

Als Leiterin des in Deutschland einmaligen Studiengangs „Sozioinformatik“ an der TU Kaiserslautern forscht Katharina Zweig an der Schnittstelle zwischen Informatik und Gesellschaft und interessiert sich dafür, wie Mensch und Algorithmus miteinander interagieren. In ihrer wissenschaftlichen Arbeit, als bundespolitische Beraterin und als Rednerin zeigt sie auf, wo die Stärken Künstlicher Intelligenz liegen und wo Steuerungsbedarf durch den Menschen besteht. In ihren Vorträgen gelingt es ihr, Schlüsselfragen im Zusammenhang mit Künstlicher Intelligenz anschaulich und unterhaltsam zu vermitteln und für die Auseinandersetzung mit dem Thema zu begeistern.

Katharina Zweig studierte Biochemie und Bioinformatik. An der TU Kaiserslautern leitet sie heute das Algorithm Accountability Lab. 2018 wurde sie als Sachverständige in die neu konstituierte Enquete-Kommission „Künstliche Intelligenz – Gesellschaftliche Verantwortung und wirtschaftliche, soziale und ökologische Potenziale“ des Deutschen Bundestags berufen. Ihr Unternehmen „Trusted AI“ berät und schult Unternehmen, Einrichtungen und Einzelpersonen zu Fragen Künstlicher Intelligenz.

Für ihre Arbeit wurde Katharina Zweig mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Communicator Preis für Wissenschaftskommunikation und mit der Theodor-Heuss-Medaille. Das Handelsblatt beschrieb sie als einen der acht wichtigsten „Köpfe der Künstlichen Intelligenz“ in Deutschland.