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Paul Collier Redner

International renommierter Wirtschaftswissenschaftler und Autor

Paul Collier
© Privat

Westliche Gesellschaften spalten sich immer mehr entlang der Bruchlinien Stadt versus Land, hochqualifiziert versus geringqualifiziert und reich versus arm. Der britische Wirtschaftswissenschaftler Sir Paul Collier sieht den Kapitalismus in einer Krise: „Der moderne Kapitalismus, der uns Wohlstand versprochen hat, erzeugt gegenwärtig Aggression, Demütigung und Furcht. Eine Ideologie des Einzelnen greift um sich, die auf Selbstbestimmung beharrt, auf Konsum abzielt und sich dabei von der Idee gegenseitiger Verpflichtungen lossagt – die Rottweiler-Gesellschaft verliert den Sinn für sozialen Zusammenhalt.“

Ein wesentlicher Teil der Wirtschaftsleistung konzentriert sich heute in den Städten. Den erfolgreichen Nutznießern der boomenden Metropolen stehen Verlierer gegenüber. „Hinzu kommt, dass die städtischen Eliten in unserer individualistisch geprägten Gesellschaft den Bezug verloren haben zu den Sichtweisen und Belangen anderer Gesellschaftsgruppen. Sie haben sich von einer gemeinsamen Identität und vom Prinzip gegenseitiger Solidarität verabschiedet, während sich die Menschen in ländlichen Regionen abgehängt fühlen“, so Collier. Den Zustrom, den Populismus und rechte Ideologien verzeichnen, führt er auch auf diese Entwicklung zurück.

Paul Collier setzt in seinem Buch „Sozialer Kapitalismus! Mein Manifest gegen den Zerfall unserer Gesellschaft“ der sozialen Polarisierung das engagierte Plädoyer für eine neue Ethik des Miteinanders entgegen: Alle gesellschaftlichen Gruppen sollten wieder mehr Gemeinschaftssinn pflegen und Verantwortung füreinander übernehmen. Er sieht dabei nicht nur Einzelne, sondern auch Unternehmen und die Politik in der Pflicht zu handeln und macht Vorschläge für die Umsetzung.

Paul Collier wurde 1949 in Sheffield geboren. Er war Leiter der Forschungsabteilung der Weltbank und ist Professor für Ökonomie an der Universität Oxford (Blavatnik School of Government). Einen Schwerpunkt seiner Forschung bilden Afrika und die Ökonomien von Entwicklungsländern. Seine vielbeachteten Bücher „Exodus“ und „Gestrandet“ liefern Anregungen, wie Migration zum Besten aller Beteiligten neu geregelt werden kann. Er berät in dieser Frage auch die deutsche Bundesregierung.

Paul Collier hat viele Auszeichnungen erhalten, so wurde er zum Mitglied der „British Academy“ gewählt, zum „Commander of the Order of the British Empire“ ernannt und 2014 in den Ritterstand erhoben.

Paul Collier is a brilliant mind with a keen understanding of the modern world’s obstacles to progress. (Bill Clinton, ehem. US-Präsident)

Collier untersucht, was im Kapitalismus falsch gelaufen ist und wie dieser repariert werden kann. Der leidenschaftliche Pragmatiker teilt gegen links und rechts aus... Spannendes Buch. (NZZ)

Colliers Enthusiasmus ist ansteckend. Seine Fragen sind eine Herausforderung. (Die Weltwoche)

Collier weist die Ideologen und Populisten in die Schranken und macht pragmatische, provokative und scharfsinnige Vorschläge. (Financial Times)

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